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Rezensionen

Georg Thiel
21 Rezensionen



Exzellente Typen, gute Story 02. Mai 2018
Auf eine (irr)witzige Reise in die eigene Vergangenheit macht sich Titus Strings alias Streicher in diesem Roman von Georg Thiel. Auf seinen Wegen vom düsteren Manchester des Jahres 1958 in die Weltausstellungsstadt Brüssel über die verhasste Heimatstadt Wien bis in die tiefste Provinz Bruchleithens (!) und retour muss sich der Protagonist seinen traumatischen Erlebnissen in der Nazi-Zeit stellen. Dabei wird er von einer Vielzahl exzellent gezeichneter Typen begleitet (erwähnt sei vor allem der Feuilletonist Rupert), die neben der gut gebauten Story das Lesen zur ebenso vergnüglichen wie nachdenklichen Abrechnung mit der jüngeren österreichischen Geschichte machen. Das ganze andere Buch zum Gedenkjahr mit großem Wiedererkennungseffekt. Absolut empfehlenswert!
Freud lässt grüßen 01. Mai 2018
Ein zufällig entdecktes Foto regt zur Vergangenheitsbewältigung an und die österreichische Seele wird mit all ihren dunklen Seiten freigelegt.
Das Erzählte klingt für mich zu konstruiert und klischeehaft, daher konnte mich das Buch nicht besonders fesseln.
Vergangenheitsbewältigung 01. Mai 2018
Leider hat mich schon der Titel des Buches nicht sehr zum Lesen animiert.
Und trotz sprachlicher Finesse konnte mich nur der
Abschnitt über den entlegenen, miefigen Ort Bruchleithen begeistern.
Ein Roman über die Aufarbeitung der Vergangenheit, gewünscht hätte ich ihn mir in einem anderen Kontext.
Rache? 24. April 2018
Es tut mir leid, aber diese Geschichte glaube ich nicht.
Selbstverständlich ist es zu respektieren, wenn jemand so ein Trauma aus der Vergangenheit verarbeiten will oder muss, seien es eigene Erfahrungen, Geschichten aus der Familie oder Erzählungen von anderen.
Hier aber scheint mir, nimmt der Autor nur ein paar Versatzstücke zur Hand (weil Gedenkjahre sind?) und bastelt daraus eine Geschichte über Vergangenheitsbewältigung. Und das geht verblüffend einfach: da ist Rupert, der alles zahlt, Erika, die von Brüssel aus alles organisiert und Paula, die in Wien alle Türen öffnet. Und den früheren Täter trifft dann als Rache auch gleich der Schlag - Geschichte erledigt, Trauma bewältigt, und darauf einen Schnaps!
Stellenweise recht ironisch-witzig, aber überzeugt hat mich dieser Versuch über eine Spurensuche in der Vergangenheit nicht.