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Rezensionen

Georg Thiel
21 Rezensionen



Historische Gerechtigkeit – konstruiert 26. Juni 2018
Der Roman konstruiert eine erstaunliche Symmetrie zwischen der Opferrolle des Helden in der Vorkriegszeit und seiner – nahezu gewaltfreien – Übernahme der Befehlsgewalt über seinen früheren Peiniger in der Nachkriegszeit. Das könnte der Stoff zu einem modernen Märchen sein, wenn da nicht die psychologische Dimension wäre, die dem Märchen bekanntlich fremd ist: Der beruflich wie privat stets scheiternde Photograph Titus Springs wandelt sich im Schatten Siegmund Freuds zu einem schlagfertigen, findigen und in der Herstellung von Gerechtigkeit erfolgreichen Akteur, dem auch die Liebe zufällt. Den Übergang bewirkt eine Eisenbahnfahrt nach Wien und der Anblick eines Photos, mehr nicht. Wenn's weiter nichts ist – auf nach Wien, und die Welt kommt in Ordnung.
Die Geschichte erreicht mich nicht 29. April 2018
Es ist seltsam. Das Bild kenne ich seit meiner Jugend. Das Thema ist interessant und könnte faszinierend sein- ein Flashback eines Betroffenen in einer bestimmten Situation im Österreich Pavillon der Brüsseler Weltausstellung. Der Weg zurück in die Vergangenheit....
Aber, obwohl ich das Buch sehr bald gelesen habe, hab ich es ebenso schnell wieder vergessen. Es ist nicht witzig, obwohl es das wohl manchmal sein soll, manche Figuren sind krampfhaft überzeichnet (Rupert!), Vieles wirkt konstruiert und wenig glaubwürdig. Und alles verläuft ohne Überraschungen.
Und für ein nettes, flottes Schreiben eignet sich die Geschichte eher doch nicht.
Maria Dörfler