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Rezensionen

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Wo sich die Sterne spiegeln
von Susan Mallery
Plötzlich reich 16. September 2019
von begine

Die amerikanische Schriftstellerin Susan Mallery schreibt hinreißende Beziehungs- und Frauenromane. Ihr Neuer ist „Wo sich die Sterne spiegeln“.
Es geht um die Enkel des Alberto Alfresco, Sein Sohn ist gestorben und hat 3 uneheliche Kinder hinterlassen.
Malcolm kam mit 12 Jahren in die Villa, sein Vater hat sich nicht um ihn gekümmert. Jetzt führt Malcolm den Konzern. Da findet der Großvater Papiere, das es noch zwei Töchter gibt. Da ist die 12jährige Meira, ein verlassenes Kind, das Angst vor weiteren Verlusten hat. Die zweite ist Callie, die schon 29 Jahre alt ist und eine Vergangenheit hat.

Die Autorin hat die Zerrissenheit und Probleme der Halbgeschwister gut beschrieben. Man schwelgt in den Leben der Drei. Diese Art Literatur endet immer in einem Happy End, aber ganz leicht wird es nicht gemacht.

Der Roman ist eine unterhaltsame Lektüre.
Es ist ein modernes Märchen.
Bezaubernder Weihnachtsroman 16. September 2019
von Anja
Für den Bauunternehmer Patrick müsste der Tag eigentlich deutlich mehr als 24 Stunden haben. Sein Unternehmen läuft hervorragend. Doch leider geht es dort gerade etwas chaotisch zu, da seine Büroangestellte spontan gekündigt hat. Die Zeit, um das Chaos selbst in den Griff zu bekommen, fehlt ihm allerdings. Denn seine Zwillinge Joel und Jessica sorgen zu Hause dafür, dass ihm auch im Privatleben nicht langweilig wird. Aufräumen, putzen, spülen, die Wäscheberge zähmen und nebenbei noch Aufmerksamkeit für den Familienhund Oskar abzweigen, sind die alltäglichen Herausforderungen, denen sich der alleinerziehende Vater stellen muss. Als die extrem gut organisierte Angelique sich als Assistentin bei ihm bewirbt, hat Patrick große Bedenken. Denn eine Zusammenarbeit mit dieser quirligen Frau kann nicht funktionieren....

In ihrem diesjährigen Weihnachtsroman erzählt Petra Schier wieder eine wundervolle und zu Herzen gehende Geschichte, die hervorragend in die Vorweihnachtszeit passt. Hund Oskar, der von sich selbst behauptet ein Streuner zu sein, und möglichst bald wieder auf Wanderschaft gehen möchte, ist in diesem Jahr dazu auserkoren, den Weihnachtsmann und seine Elfen dabei zu unterstützen, dass Weihnachtswünsche in Erfüllung gehen.

Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet. Man bekommt so einen guten Überblick über die Gesamthandlung und kann dem bezaubernden Geschehen mühelos folgen. Die Charaktere wirken sehr lebendig, sodass man sie beim Lesen ganz spontan vor Augen hat und einfach mit ihnen mitfiebern muss. Man merkt, dass hier die ganz große Liebe in der Luft liegt und kann das Knistern förmlich spüren. Dabei braucht man auch nicht zu befürchten, dass die Geschichte zu kitschig und zuckersüß sein könnte, denn Petra Schier schafft es auch in diesem Jahr wieder, mehr als positiv zu überraschen. Durch ihre lebendigen Beschreibungen meint man beinahe schon, die Schneeflocken selbst auf der Haut zu spüren oder den verlockenden Plätzchenduft in der Nase zu haben. Dadurch kann man der Hektik und dem Alltagsstress entfliehen und sich ganz auf den weihnachtlichen Liebesroman einlassen.

Die Szenen, in denen man dem Weihnachtsmann, seiner Frau, den hilfsbereiten Elfen und den kekssüchtigen Rentieren über die Schulter schaut, sorgen dafür, dass eine ganz besondere Weihnachtsatmosphäre entsteht. Da es hier öfter mal zu humorvollen Ereignissen kommt, kann man bei diesem Roman nicht nur vorweihnachtliche Stimmung und große Gefühle genießen, sondern manchmal ganz unverhofft schmunzeln. Es gibt außerdem bezaubernde Einblicke in die Gedanken von Hund Oskar. Er wirkt so lebendig, dass man ihn am liebsten ständig knuddeln möchte - obwohl er es natürlich auch faustdick hinter den Ohren hat.

Die zauberhafte, vorweihnachtliche Stimmung, die sich durch das gesamte Buch zieht, konnte mich auch in diesem Jahr wieder voll und ganz begeistern. Einmal angefangen, mochte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich konnte mit den Charakteren mitfiebern und habe jede Seite genossen. Deshalb vergebe ich die volle Punktzahl und eine begeisterte Leseempfehlung.

Cold Storage - Es tötet
von David Koepp
Lagerhaus des Grauens 16. September 2019
Ein unersättlicher Pilz, der zudem unbesiegbar scheint, weil er mutations- und lernfähig ist, bringt die Regierung an ihre Grenzen.
1987 löscht er eine Kleinstadt in Australien aus und eine Probe davon wird in ein scheinbar sicheres Lager unter der Erde gebracht. Doch der Pilz will leben.
2019 hat er es endlich geschafft, sich aus den Tiefen zu erheben und beschert Naomi und Teacake, den Nachtwachen eines Selfstorage-Services eine unruhige Nacht.
Das Buch spielt in nur einer Nacht, bringt den Leser aber um mehrere schlaflose solche. Denn der Pilz ist erschreckend in seiner Lebensweise. Und das weiß auch Roberto, der Mitarbeiter, der ihn ehemals unter die Erde gebracht hat und nun – schon in Rente – die Welt erneut vor diesem Killer retten muss.
Cold Storage hat ein unglaubliches Tempo und seine Charaktere sind größtenteils sympathisch. Die Spannung steigt mir jeder Seite und hält bis zum Ende an. Ich habe das Buch an einem Vormittag durchinhaliert, musste ich doch wissen, ob eine Vernichtung überhaupt möglich ist.
Fazit: rasanter Actionthriller, der einen in Atem hält.

R.I.P.
von Yrsa Sigurdardóttir
Kann mit den Vorgängern nicht ganz mithalten 15. September 2019
Die isländische Krimireihe mit den Drei-Buchstaben-Titeln hat eine neue Fortsetzung. Kommissar Huldar und Kinderpsychologin Freya ermitteln dieses Mal in einem verzwickten Fall rund um Mobbing unter Schülern, der auch Jahrzehnte zurückreicht.

Die erste Hälfte des Buches plätschert - abgesehen von den Tatszenen - eher dahin, aber in der zweiten Hälfte entsteht dann schon eher das gewohnte pageturner-Gefühl. Viele beteiligte Personen und eine Reihe an Verdächtigen fordern aber auch ihren Tribut was in relativ viele Befragungs- und Verhörszenen mündet.

Und trotz der fieberhaften Jagd nach dem Mörder bleibt auch noch Zeit, ein paar Blicke ins Privatleben der Protagonisten zu werfen, wenn auch nicht so intensiv wie in den Vorgängern, meiner Meinung nach.

Viel Raum wird dem wichtigen und allgegenwärtigen Thema Mobbing eingeräumt. Diese Szenen und Rückblicke sind berührend, gut recherchiert und zeigen anhand der Beteiligten (Opfer, Mobber, Eltern, Schule) die weitreichenden Probleme gut auf.

Alles in allem war dieser dritte Teil der Reihe etwas schwächer als die sehr starken beiden Vorgänger, weniger grausam und entsetzlich, auch wenn sich “R.I.P.” vor vielen anderen Thrillern nicht zu verstecken braucht. Auch wenn Freya gute Tipps liefert, kommt ihre Rolle diesmal nicht so stark an, der Fokus liegt sehr viel stärker auf Huldar und seinen Kollegen, insbesondere Chefin Erla.

Auch das Setting in Island spielt in erster Linie nur bei den spannend zu lesenden (und wohl falsch ausgesprochenen) Namen und hin und wieder mit tiefen Temperaturen eine Rolle. Für Kenner der Reihe wirkt dieser Krimi ein bisschen wie ein Übergang, von Band 4 erwarte ich mir wieder mehr. Fürs Gesamtbild und die Entwicklung der Hauptpersonen kann man “R.I.P.” aber durchaus lesen.

Neueinsteiger in die Huldar-Reihe sollten aber mit Band 1 (DNA) oder Band 2 (SOG) beginnen.
Kya, das einsame Marschmädchen 15. September 2019
von Ele95
Der Gesang der Flusskrebse, Romandebüt von Delia Owens, 464 Seiten erschienen im Hanser Verlag.
Ein Roman über das harte, einsame Leben des Marschmädchens Kya.
Die Leiche des angesehenen Bewohners von Barkley Cove, Chase Andrews wurde unterhalb eines Feuerwachturms im Sumpf gefunden. War es ein Unfall, oder könnte jemand nachgeholfen haben? Die Bewohner des Küstenstädtchens sind sich einig. Schuld kann nur Kya, die wilde Bewohnerin des Marschlandes sein. Ihre Geschichte und was wirklich geschah, wird in diesem Buch auf wundervolle Weise erzählt.
Dieses Buch könnte mein Lesehighlight 2019 werden, was für ein starkes Debüt! Die Handlung setzt ein als Kyas Mutter die Familie und den brutalen Vater, einen Trinker verlässt. Schon ab dem ersten Kapitel bin ich in dieser bildmalerischen Geschichte voller Poesie versunken. Die Autorin bediente sich der auktorialen Erzählweise, so gelang es mir jederzeit den Überblick über das Geschehen zu behalten, ganz nah dran an den verschiedenen Personen. Zwei Zeitebenen, in den 50er Jahren und in der Gegenwart, wobei letztere die Ermittlungen um den Todesfall und die Verhandlung beinhalten, erhöhen das Lesetempo und die Spannung. Der Kriminalfall ist so undurchsichtig, dass ich bei der Gerichtsverhandlung, die Seiten so schnell wie möglich gelesen habe. Immer wieder war ich erstaunt, wie viele Seiten weiter ich schon wieder gekommen bin. Ungerne habe ich das Buch aus der Hand gelegt und wenn, dann habe ich über den Roman nachgedacht. Die Karte vorne im Buch und die bildgewaltigen Beschreibungen der Tier und Pflanzenwelt, haben das Marschgebiet von North Carolina vor meinem inneren Auge erstehen lassen. Man merkt dem Geschriebenen unbedingt an, dass es sich bei der Autorin um eine Biologin, die schon dort gelebt hat, handelt. Fauna und Flora des Marschlandes waren perfekt beschrieben. Z. B. das Aussehen und Verhalten der Vögel sind toll geschildert, Delia Owens weiß, wovon sie schreibt. Lebhafte Dialoge in der Sprache der einfachen Leute machten die Erzählung lebendig. Dieses Buch strahlt unglaublich Atmosphäre aus. Die Charaktere handelten nachvollziehbar und authentisch. Wären Jumpin und seine Frau Mabel nicht gewesen, hätte Kya wohl nicht überleben können, sie gehören zu meinen Lieblingsfiguren. Dass Tate während seiner Studienzeit mit Kya gebrochen hat, konnte ich ihm allerdings nicht verzeihen. Unglaublich traurig machte mich die Einsamkeit Kyas, ihr kurzer Schulbesuch, die Beschreibung des Familienlebens und der Verrat derer Menschen, denen sie ihr Herz geschenkt hat. Sogar den Übergang vom Mädchen zur Frau musste sie ganz alleine meistern. Ihre innersten Gedanken z.B. in der Gefängniszelle haben mich ganz tief berührt. Mir hat besonders gut gefallen, dass ich nie das Gefühl hatte, so eine Geschichte schon einmal gelesen zu haben. Stete Wendungen und ein überwältigendes Ende, haben mich überrascht. Die eingefügten Gedichte passen gut zum Geschehen und ergeben eine Melodie – den Gesang der Flusskrebse.
Ich kann dieses Buch nur von ganzem Herzen empfehlen und vergebe dafür fünf Sterne


Brüder
von Jackie Thomae
Eindrucksvoll 15. September 2019
von begine

„Brüder“ ist der zweite Roman der Schriftstellerin Jackie Thomae. Dieser Roman ist in Parallelen zu ihrer Biografie gehalten.

Es wird von zwei Halbbrüdern vom gleichen Vater, der ihnen die dunkle Haut vererbt hat, erzählt. Es sind Mick und Gabriel, die unter verschiedene Grundbedingungen aufwuchsen. Und sie haben auch ihre eigenen Charaktere.
Die Geschichte des Vaters der beiden ist auch interessant. Der war ein Student aus Afrika, der seinen Studienplatz in Leipzig bekommen hatte. Gabriel wird ein guter Architekt mit Frau und Sohn. Mick ist nicht ganz so strukturiert, aber er berappelt sich.

Jackie Thomae beeindruckt mit guter Sprache und gutem Stil. So gibt sie diesem Roman Charakter. Sie hat das Zeug zum Schreiben.
Das Buch ist ziemlich dick, aber es lohnt sich es zu lesen.


Die Black-Reihe 2: Black Souls
von Jenna Wood; Jenna P. Wood
Wo ist das Ende 15. September 2019
Klappentext:
Nach den gefährlichen Ereignissen an der Forest High wird das Internat für magische Wesen vorerst geschlossen und Ezra muss für eine Weile in ihr Elternhaus zurück. Zwar konnte sie mit ihren Kräften als Todesfee ihre Bodyguards Zero und Felis retten, aber dadurch ist sie mit den beiden jungen Männern eine Verbindung eingegangen, die ihre Gefühle zunehmend durcheinanderbringt. Und wie nebenbei hat sie damit auch ihrem Erzfeind Kera offenbart, dass sie über ganz besondere Fähigkeiten verfügt. Um sich diese zu eigen zu machen, wird er nicht eher ruhen, bis er Ezra gefunden hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…
Meinung:
Wie im ersten Band gibt es Unmengen an Personen, Ereignissen. besondere Fähigkeiten und Dramen..
Für mich einfach zuviel, wenn es im ersten Buch noch spannend war, wurde es hier einfach nicht mehr nachvollziehbar. Die Protagonisten waren vom Alter her teilweise erwachsen oder kurz davor, benahmen sich aber derart naiv fast schon kindisch das es wenig Freude machte dem Wirrwarr an Ereignissen zu folgen.
Am Schlimmsten war der Schluss, ein derartiger Cliffhanger ist mir ohne Ankündigung eines Folgebandes noch nie untergekommen. Es hätte zu mindestens eines der vielen Dramen ein Ende haben sollen so aber blieb alles offen. Auf keiner Seite wird erwähnt das ein dritter Band erscheint. Für Leser denen das Buch gefallen hat eine schwere Enttäuschung.

Super cooler Lesestoff ! 15. September 2019
von Tara
„Superflashboy und das Geheimnis von Shao-Shao“ ist der zweite Band der Superflashboy-Reihe des Autors Salah Naoura, der auch problemlos ohne Vorkenntnisse des ersten Buches zu lesen ist. Trotzdem würde ich zum besseren Verständnis der Charaktere empfehlen diesen zuerst zu lesen.

Auch in diesem Band entführt uns der Autor wieder in die super coole Heldenstadt Hero City. Mehmet der beste Freund von Torben-Hendrik ist - ebenso wie viele andere Kinder – in Hero City verschwunden. Gemeinsam mit Flashboy und Flowerboy begibt sich Torben auf die Suche, da er und Mehmet sich versprochen haben in jeder Situation füreinander da zu sein. Gemeinsam finden sie heraus, dass sich die Kinder im Kloster Shao-Shao aufhalten.

Es gibt wieder viele grandiose Einfälle, wie den Robo-Kop, den man in Hero City anfertigen lassen kann und ersatzweise zum Zahnarzt oder zum ungeliebten Geburtstag seiner Tante schicken kann oder auch einfach zu seinen Eltern, um in Ruhe nach seinem Freund zu suchen.

Das farbefrohe Cover macht bereits deutlich, dass es sich um eine rasante und fantasievolle Story handelt. Im Buch findet man zahlreiche detaillierte und zu den Situationen passende Illustrationen von Kai Schüttler, die uns beim Lesen großen Spaß gemacht haben.

Der Schreibstil ist lebendig, amüsant und actionreich. Wir haben beim Lesen mit Torben gelacht und gebangt, dass alles gut geht. Am Ende hat Torben jedenfalls wieder großartige Heldenarbeit geleistet.

Diese turbulente und spannende Story wird für Leser ab acht Jahren empfohlen, hat mir aber beim Vorlesen auch großen Spaß gemacht. Wir freuen uns jedenfalls schon auf weitere Bände mit Torben und seinen Superheldenfreunden.

Laufen
von Isabel Bogdan
gelungen und mitreißend 15. September 2019
Erzählt wird in der ICH-Form der Protagonistin. Sie ist Anfang 40 und beginnt mit dem Laufen, aber nicht primär um an der Fitness zu arbeiten, sondern hauptsächlich zur Trauerbewältigung. Immer wieder wird der Leser zum Laufen mitgenommen - man darf an den Gedanken der Protagonistin teilhaben, dadurch ist das Buch sehr packend und auch intensiv/emotional. Sie versucht den Gedanken über den Verlust ihres Partners zu entkommen, leidet unter den Erinnerungen und kämpft sich langsam zurück ins Leben.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und locker. Es lässt sich leicht und flüssig lesen.
Zu viel gewollt 15. September 2019

Inhalt:
Nova ist von Geburt an blind. Durch eine OP kann sie sehen. Doch muss sie es erst mühsam lernen. Und manchmal wäre sie lieber wieder blind.

Kate landet nach einem Streit mit ihrem Mann im Krankenhaus. Hier lernt sie Nova kennen. Die beiden ungleichen Frauen freunden sich an und helfen sich gegenseitig.

Meine Meinung:
Aus persönlichen Gründen interessieren mich Romane, in denen Blinde eine Rolle spielen, sehr. Deshalb habe ich auch zu diesem gegriffen. Was mit Novas Blindheit bzw. dem Prozess des Sehenlernens zu tun hat, hat mir auch recht gut gefallen. Man kann sich hier schön in die Protagonistin hineinversetzen und ihre Empfindungen, ihre Verwirrtheit ob der vielen neuen Eindrücke gut nachvollziehen.

Mehr Schwierigkeiten hatte ich mit Kate. Ihr Verhalten habe ich in den seltensten Momenten verstanden. Es wird auch nicht wirklich erklärt, warum sie so handelt, warum sie sich alles Mögliche gefallen lässt. Denn eigentlich wirkt sie anfangs gar nicht so verhuscht. Mir war es auch etwas zu viel an Problematik, was Joe Heap in diese Geschichte gepackt hat. Die Story artet gegen Ende sogar in einen Thriller aus. Der Autor hätte sich besser auf ein Thema konzentrieren und dies noch intensiver und emotionaler ausarbeiten sollen. Meiner Meinung nach hat er mehr gewollt, als dem Roman guttut.

Auch der Schreibstil war nicht ganz nach meinem Geschmack. Die Sätze sind meist kurz und emotionslos, obwohl die Geschichte eigentlich vor Emotionen nur so überlaufen müsste. Wenn die Protagonistinnen dann noch als „die Dolmetscherin“ oder „die Architektin“ oder gar „die andere Frau“ bezeichnet werden anstatt mit ihrem Namen, dann hält mich das total auf Distanz und verwehrt mir ein tiefes Eintauchen in die Handlung.

Fazit:
Der Roman hat gute Seiten, aber auch noch viel Verbesserungspotenzial.
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