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Eine weitgehend schöne Liebesgeschichte mit etwas zu viel Drama 23. Januar 2019
"Versuchung küsst finnisch" ist auf den ersten Blick eine typische Rockstar-Liebesgeschichte, allerdings gibt es einen großen Unterschied. Es geht um eine eher schüchterne Frau, die einen berühmten Musiker kennen lernt, sich sofort zu ihm hingezogen fühlt und eine Beziehung jedweder Art mit ihm beginnt... doch Emilia ist zum Zeitpunkt ihrer ersten Begegnung bereits verheiratet.

Die Protagonistin führt ein unglückliches Leben und eine eher lieblose Ehe, was schon aus der Inhaltsangabe hervorgeht, aber die dort verwendete Formulierung, sie fühle sich "unverstanden", ist fast zu harmlos; ihre Mutter und ihr Mann bringen ihr keinerlei Zuneigung entgegen und es ist deutlich, dass sie sich damit abgefunden hat, weshalb es leicht war, Mitgefühl für sie aufzubringen. Aus diesem Grund ist auch nachvollziehbar, wieso sie sich auf Panu einlässt; er ist attraktiv, zeigt Interesse an ihr und bringt frischen Wind in ihr Leben, ganz zu schweigen davon, dass es zwischen ihnen knistert. Natürlich fand ich es nicht gut, dass sie ihren Ehemann betrogen hat, doch es wurde deutlich, dass sie einen Anstoß brauchte, um eigene Entscheidungen zu treffen und sich auszumalen, dass sie Optionen hat und nicht so feststeckt, wie sie es zuvor glaubte. Es war schön zu sehen, wie sie nach und nach offener geworden ist und größere Wagnisse einging, auch wenn mir das ganze zunächst etwas zu schnell ging; zum Glück wurde das Tempo dann durch Rückschritte, Missverständnisse und Kummer ausgebremst. Die Hindernisse für eine Beziehung waren weitgehend realistisch und es wurde gut damit umgegangen, obwohl es für meinen Geschmack zu viel Drama gab, gerade in der zweiten Hälfte.

Panu selbst mochte ich ebenfalls und er war ein gut ausgearbeiteter Charakter, aber es gab ein paar Momente, in denen ich seine Gedankengänge gar nicht nachvollziehen konnte, was wohl unter anderem daran lag, dass Emilias Perspektive dominanter war und ich deshalb eher mit ihr sympathisiert habe. Auch seine Arbeit als Musiker kam mir fast schon zu kurz, was ich schade fand, weil die Dynamik der Bandmitglieder Potential hatte. Allerdings bin ich darüber gestolpert, dass es Parallelen zu der Band Sunrise Avenue zu geben schien - so heißt beispielsweise die Gruppe Moonset Road und die Namen 'Panu' und 'Samu' klingen irgendwie ähnlich. Dies hat mich ein wenig von der eigentlichen Erzählung abgelenkt, da ich mich immer wieder gefragt habe, ob diese Band und der Sänger selbst als Inspiration dienten.

Der Schreibstil ist locker und lässt sich gut lesen. Die Handlung betrachte ich ein wenig zwiespältig; zwar haben mich die Klischees, die es gibt, nicht besonders gestört, da die Geschichte von den dramatischen Entwicklungen abgesehen trotzdem schön ist, doch das Buch war mir manchmal ein wenig zu kitschig und teilweise nicht emotional genug. Dagegen hat mir gefallen, wie Emilia langsam begonnen hat, neue Erfahrungen zu sammeln und mehr für sich einzustehen. Auch das Ende an sich war sehr gelungen und macht neugierig auf mehr. Ich mochte zudem, wie stark und durchgängig präsent die Verbindung zwischen den Protagonisten war; man spürt, dass sie zusammen passen würden und wünscht sich für sie ein Happy End, was für mich bei einem Liebesroman entscheidend ist. Da "Versuchung küsst finnisch" mich deshalb alles in allem gut unterhalten hat, vergebe ich trotz der genannten Kritikpunkte drei Sterne.
Selbstfindung 23. Januar 2019
von manu63
Eine Heimat in den Highlands von Morag McAdams erzählt die Selbstfindung von Juliane die unter der lieblosen Beziehung mit ihrem Verlobten Hannes leidet. Während einer Auszeit in den schottischen Highlands findet sie Unterkunft und Arbeit beim verschlossenen Bauern Harry McNeill. Harry und seine Familie umgeben etliche Geheimnisse, denen Juliane nach dem plötzlichen Tod von Harrys Tante auf die Spur kommt.

Die Geschichte wird zum größten Teil aus der Sicht von Juliane erzählt und kommt eher in leisen Tönen daher. Der Schreibstil ist ruhig und die Ereignisse reihen sich langsam fließend aneinander. Julianes Gedankenwelt ist gut nachvollziehbar, auch wie sie in die Fänge des eher tyrannischen Hannes geraten ist. Etwas nervig fand ich die Geheimniskrämerei rund um die Schafherde. Auch Harry blieb eher blass und wenig greifbar. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht rund um Harry und sein Leben. Auf jeden Fall ist das Buch eher was für ruhige Lesestunden mit wenig Aufregung und es war auch nicht so spannend das ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Insgesamt hat es mir gut gefallen und ich habe es gerne gelesen.

Ein wunderbares Elfenabenteuer für Leseanfänger, das zum Mitfühlen und Mitfreuen einlädt! 23. Januar 2019
Lara darf in der Schule einen Vortrag über etwas, das fliegt, halten und sie hat sich das Thema „Elfen“ ausgesucht. Nach kurzer Zeit fangen ihre Mitschüler an zu lachen und Nick behauptet sogar, dass es überhaupt keine Elfen gibt. Lara ist traurig und wütend. Aber zum Glück gibt es Ben, der sie tröstet, aufheitert und zu Lara hält und natürlich ist da auch noch die kleine Elfe, die in der Schule nun allerhand Unfug anstellt. Ob die Mitschüler von Lara doch noch anfangen, an Elfen zu glauben? Lest selbst!

Mit ihrem Band „Lara und die freche Elfe in der Schule“ aus der Leserabenreihe (1. Lesestufe) ist Anja Kiel ein witziges und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Ravensburger Verlag erschienen ist und 43 Seiten umfasst.
Das Buch ist in großer Schrift und einfach gehaltener Sprache verfasst und in vier Kapitel unterteilt. Also absolut für Leseanfänger geeignet und eine tolle Lesemotivation. Die Lust auf das Lesen wird sicherlich auch noch durch die beigelegten Sticker unterstützt, die nach dem Lesen eines jeden Kapitels eingeklebt werden dürfen und am Ende des Buches wartet sogar noch ein schönes Lesequiz.
Passend zur Geschichte sind viele ausdrucksstarke Zeichnungen von Illustratorin Elke Broska zu finden. Sie ergänzen und unterstreichen das Gelesene und sind wunderschön anzusehen.

Die Geschichte um die kleine Elfe weist viele schöne Ideen auf, die zum Mitfühlen und auch Nachdenken einladen und aus dem Lebensalltag von Kindern gegriffen sind. So wird Lara bei ihrem kleinen Vortrag von den Mitschülern etwas ausgelacht und muss mit dieser Situation umgehen. Doch zum Glück ist da Ben, der ihr glaubt und eine gute Stütze ist. Eine solche Situation haben bestimmt schon viele Kinder erlebt und können sich wunderbar in Lara hineinversetzen, überlegen, wie es ihr genau geht und auch erkennen, dass Ben ein toller und wichtiger Freund für Lara ist. Für meine Kinder war das beim Lesen ganz wichtig und auch die kleine „Bestrafung“ der kleinen Elfe für die Mitschüler, die Lara ausgelacht haben. So hat sich alles gut die Waage gehalten.

Fazit: Wir sprechen eine Empfehlung aus, für Kinder ab 6 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer selbst erlesen wollen. Zum Vorlesen ist es sicherlich schon ab 5 Jahren geeignet.
Meinen Kindern hat das Buch sehr gut gefallen und das Einkleben der Sticker und das Leseraben-Leserätsel am Ende war natürlich ein großer Ansporn.