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Auftaktband mit Luft nach oben 23. August 2019
Zum Buch:
Caroline lernt beim Feiern mit ihrer Freundin den gutaussehenden Ash kennen. Obwohl sie sich von ihm angezogen fühlt, lässt sie ihn abblitzen. Was Ash aber nicht weiter stört, er taucht solange in Carolines Nähe auf, bis sie ihm zuhört. Denn was Caroline nicht weiß, sie ist eine Hexe und Ash stammt aus einer alten Hexerfamilien mit langem Stammbaum.
Dann versucht irgendwer Caroline zu schaden. Ist es Ash, oder kann sie ihm vertrauen?

Meine Meinung:
Angezogen vom Klappentext und dem anschauenden Cover war ich sehr neugierig auf das Buch. Wie es sich bei einem Auftaktband einer Reihe gehört lernen wir zuerst viele verschiedene Personen kennen. Allen voran natürlich Caroline und Ash, sowie Carolines beste Freundin Megan und Henri, Ashs Freund.
Die Geschichte ist durchaus spannend, die Liebesgeschichte zwischen Caroline und Ash rückt immer mal wieder in den Vordergrund, erst ganz am Schluss versteht man, was daran fatal ist.
Die Prophezeiung ist kryptisch und magisch und darauf baut die Geschichte auf.

Mir hat Hexentochter sehr gut gefallen, es ist noch Luft nach oben, manches war ein wenig undurchsichtig, aber eine spannende Geschichte mit viel Liebe, für junge Mädchen genau die richtige Lektüre. Fantasievoll und romantisch.
Am Ende ist alles noch offen, so dass ich mich schon auf den zweiten Teil freue, von dem am Ende eine kleine Leseprobe im Buch ist. Man darf also weiterhin sehr gespannt sein wie es mit Ash, Caroline und ihren Freunden weiter geht.
Rätsel auf Blackheath 23. August 2019
Der Ich-Erzähler irrt durch einen dunklen Wald, er hört den Schrei einer Frau und weiß, dass es Anna ist, die Hilfe braucht. Aber mehr weiß er nicht, offensichtlich hat er sein Gedächtnis verloren, er ist benommen, blutet aus einer Stichverletzung am Arm und sucht ein Entkommen aus dem Wald. Da drückt ihm ein geheimnisvoller Mann einen Kompass in die Hand und raunt ihm zu: „Nach Osten“.

So steht er plötzlich vor einem riesigen aber verwahrlostem ein Anwesen aus Georgianischer Zeit und wird sofort als Sebastian Bell angesprochen. Aber auf Blackheath geschehen seltsame Dinge.
Der Erzähler, wir erfahren nach einigen Kapiteln seinen Namen Aiden, erlebt den gleichen Tag in einer Endlosschleife. Aber jeden Tag ist er in einem anderen Körper gefangen. Er kann dem nur entrinnen, wenn er den Mörder der Evelyn Hardcastle benennt, die jeden Abend getötet wird. Doch Aiden erkennt, dass er nicht allein in einem perfiden Spiel gefangen ist.

Genau so ist der Leser gefangen, in einer Geschichte, die sich mit jedem Kapitel komplett dreht. Es gibt keine Gewissheiten und ich habe wirklich bis zum Ende des Romans keinerlei Idee über den Schluss gehabt. Der Autor spielt mit den Stilelementen des klassischen englischen Krimis, wie er mit Agatha Christie oder Dorothy Sayers in Verbindung gebracht wird. Ein Herrenhaus darf dabei nicht fehlen, eine Gästeschar, die sich aus allen Schichten der Gesellschaft zusammensetzt und jeder der Gäste hat mindestens ein dunkles Geheimnis. Dazu kommt noch eine undurchsichtige Dienerschaft.

Gleichzeitig bedient sich der Autor auch bei den Motiven des Viktorianischen Schauerromans. Es gibt einen geheimnisvollen maskierten Mann, Hinweise, die noch in der Zukunft liegen, düstere Ruinen und ein dunkles Familiengeheimnis.

Jeder Tag wiederholt sich und jeder Tag wird aus dem Blickwinkel eines anderen Menschen erlebt, Aiden kann seinen Wirtskörper nur in Teilen mit seinem Charakter beeinflussen, aber jeden Tag findet er ein neues Puzzlestück. Allerdings habe ich manchmal, vor allem in der Mitte des 600 Seiten Romans die Wiederholungen auch mal als Länge wahrgenommen.

Ich finde die Idee zu diesem Buch grandios und ich kann mich nicht erinnern, schon einmal etwas Ähnliches gelesen zu haben. Turton jongliert mit so vielen Handlungsfäden, dass es schon verwunderlich ist, wie glatt und schlüssig sich alles zum Ende fügt.

Schon als ich das Buch aufschlug, war ich angetan. Ein liebevoll gezeichneter Plan des Anwesens und der Umgebung. Die Einladung zum Maskenball war gleichzeitig eine Auflistung aller beteiligten Personen, zusammen mit Plan eine gute Einstiegshilfe.

Eine wirklich intelligente Variation des klassischen „Wer war es“ – Kriminalromans.


Silberdrache
von Angie Sage
Roman mit Drachen und richtig bösen Antagonisten 23. August 2019
Nachdem Joss' und Allies Eltern von Raptoren, bösartigen Drachen, getötet wurden, mussten sich sich bei den Zolls verdingen, wo sie ausgenutzt werden. Als Joss ein silbernes Drachenei findet, und daraus ein silberner Drache schlüpft, ändert sich das Leben der beiden – aber nicht unbedingt zum Guten.

Die Familie Lennix hält Raptoren, mit denen sie Raubzüge unternimmt. Ihre Welt haben sie schon ausgelaugt, doch es soll noch eine weitere geben, in die sie ein silberner Drache führen könnte.

Sirin lebt in einer anderen (unserer) Welt zusammen mit ihrer Mutter. Ihre Mutter hat ihr oft Geschichten von Drachen erzählt, doch nun ist sie schwer krank und muss ins Krankenhaus. Und so ändert sich auch Sirins Leben.

Der Roman ist ein Kinderbuch und so sind Protagonisten und Sprache auch kindgerecht gewählt. Dennoch ist die Erzählung nicht für alle Kinder geeignet. Sirins Geschichte ist sehr traurig und traumatisch. Lange habe ich mich gefragt, was genau sie überhaupt in diesem Roman zu suchen hat, erst gegen Ende verknüpft sich ihre Geschichte mit Joss' und Allies, und wird sicher im Folgeband noch weiter verbunden.

Die Erzählung in der anderen Welt dagegen ist sehr brutal. Die Familie Lennix und ihre Raptoren sind so richtig böse (Ausnahmen bestätigen die Regel) und gehen buchstäblich über Leichen. Menschen und Drachen außerhalb dieses Verbandes erleben schlimme Dinge, auch Joss und Allie. Wer damit zurecht kommt, erlebt, vor allem mit den Szenen in der Drachenwelt, ein durchaus spannendes Abenteuer, das mich aber nicht ganz überzeugen kann.

Der Roman ist auch für ältere Kinder (empfohlen wird er ab 11 Jahren) nur bedingt geeignet. Gerade sensible Kinder sollten besser einen Bogen um ihn machen oder ihn nur zusammen mit Erwachsenen lesen. Alle anderen und auch ältere Leser erwartet ein im wesentlichen spannendes Abenteuer mit Drachen und richtig bösen Antagonisten. Jugendlichen und Erwachsenen könnte die Geschichte dennoch zu kindlich erzählt sein. Ich selbst bin noch nicht sicher, ob ich weitere Bände lesen werde. Für diesen vergebe ich 3,5 Sterne, die ich aufrunde.