Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies, und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.


0.00 EUR
(inkl. USt.)
 


Die Lotosblüte
von Hwang Sok-Yong
Mittelmaß 19. Juli 2019
Von der Stiefmutter verkauft, findet sich die 15 Jahre alte Shim Chong plötzlich als Zweitfrau eines alten Chinesen wieder. Lenhwa, Lotosblüte, heißt sie jetzt, und alles ist so furchtbar anders, als sie es gewohnt ist. Viel zu essen hatte sie nie, und Betteln war ihr täglich Brot, denn sie diente ihrem blinden Vater als Augenpaar, doch der Alltag in dem fremden Haushalt kommt ihr erst recht vor wie ein böser Traum.

Als ihr Ehemann stirbt, wird ihr schmerzlich bewusst, dass dies für sie nur die erste Station einer Odyssee ist, die sie, als Handelsware missbraucht, von den Ufern des Gelben Flusses über Shanghai, Taiwan und Singapur bis in das Land der Geishas führen soll. Nach unzähligen sinnlichen wie schmerzvollen Erfahrungen entdeckt Shim Chong eines Tages die Macht ihres Körpers und nimmt ihr Leben in die eigenen Hände.

Ich war so gespannt auf das Buch. Japan und vor allem seine Geishas hatten mich sehr interessiert. So war ich ganz glücklich, als ich das Buch in der Bücherei entdeckte. Aber für mich war es nur mittelmäßig. Es kam keine richtige Stimmung auf, der Autor verlor sich irgendwie in den schönen Worten und ich hatte einfach viel mehr erwartet.
Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, aber mich konnte das Buch einfach nicht abholen, die Erzählung plätscherte dahin und war langatmig und ohne jede Fasette.

Die Zarin und der Philosoph
von Martina Sahler
Unterhaltsamer Geschichtsunterricht 19. Juli 2019
Die junge Katharina krönt sich nach einem Putsch selbst zur Zarin. Sie sieht sich als Nachfolgerin von Peter dem Großen und will Russland nach Westen öffnen. Doch die Welt hält den Atem an, kann man der Deutschen auf dem Zarenthron trauen? Preußens König Friedrich II. schickt einen Philosophen nach Petersburg, um die Pläne der neuen Herrscherin auszuspähen. Stephan Mervier ist beeindruckt von Katharina, von ihrer Klugheit, ihrem Charisma, aber Russlands Rückständigkeit und das Elend der Leibeigenen machen ihn wütend. Dabei wächst der Widerstand im Winterpalast längst heran. Eine enge Vertraute Katharinas kämpft auf Seiten der Unterdrückten. Stephan verliebt sich in die mutige Rebellin, die in großer Gefahr schwebt. Denn die Zarin fördert zwar Fortschritt, Bildung und die Wissenschaften, aber ihre Herrschaft ist absolut, und sie setzt ihre Macht mit äußerster Härte durch.

So macht Geschichte Spass. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob es sich tatsächlich so zugetragen hat, also die Geschichte von Katharina der Großen, aber so würde es in der Schule viel mehr Spass machen.
Die Geschichte ist packend erzählt, ich finde die Gegebenheiten in Russland super spannend und ich liebe das russische Reich, oder viel mehr die Geschichte.
So machen auch historische Romane großen Spass und ich kann die Geschichte nur empfehlen.
Zwischendurch hatte das Buch seine Längen und es ist ein zweiter Teil. Das ich aber den ersten nicht las, ist ja meine schuld. Trotzdem kann man dieses Buch, meiner Meinung nach, auch alleine lesen.

An Nachteule von Sternhai
von Holly Goldberg Sloan; Meg Wolitzer
Emailgeschichte mit Suchtpotential 19. Juli 2019
„Du kennst mich nicht, aber ich schreibe dir trotzdem.“ So beginnt die Geschichte von Bett und Avery, deren alleinerziehende Väter die verrückte, romantische Idee haben, dass sie eine Familie werden könnten. Nicht mit Bett und Avery! Obwohl sich die beiden Mädchen auf gar keinen Fall kennenlernen wollen, beginnen sie vor lauter Neugierde, in ihren E-Mails Fragen zu stellen, mehr von ihren Leben zu erzählen und Dinge auszutauschen. Nach und nach vertrauen sich Nachteule und Sternhai – wie sie sich mittlerweile nennen – ihre persönlichsten Gedanken und Geheimnisse an und können sich ein Leben ohneeinander nicht mehr vorstellen.

Eine ungewöhnlicher Anfang, eine Mail an eine Fremde. Die abweisende Antwort dazu. Und schon sind wir mittendrin in einer Geschichte, die ich regelrecht verschlungen habe.
Ich fand die Idee großartig, ich mochte den Schreibstil und ich mochte Sternhai -Bett- und Nachteule -Avery- gleich total gerne. Sie sind so authentisch.
Diese Art von Roman habe ich bisher noch nicht so oft gelesen, aber ich könnte mich durchaus damit anfreunden. Es ist so, wie die Jugend heute. So kommunizieren wir, so sieht unser Alltag aus.
Und natürlich hat mich die Story der beiden total berührt und begeistert. Gerne mehr davon
Von mir bekommt das Buch eine absolute Leseempfehlung