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Ein Vogeljahr in Schweden
von Tomas Bannerhed; Brutus Östling
Ein wirklich wunderbares Buch! 23. Juli 2018
Das Buch „Ein Vogeljahr in Schweden“ von Tomas Bannerhed und Brutus Östling hat zwar eher zufällig den Weg zu mir gefunden - aber umso glücklicher bin ich, auf dieses wunderbare Werk gestoßen zu sein.
Tomas Bannerhed erzählt in seinem Buch vielfältige, durchweg interessante und immer wieder mal überraschende und erstaunliche, wenn auch oftmals stille Geschichten zu seinen Beobachtungen der Vogelwelt Schwedens. Die Kapitel richten sich wie der Titel bereits vermuten lässt nach dem Verlauf des Jahres. Den Leser erwarten dabei von Monat zu Monat unterschiedlichste Blickwinkel und selbst der nicht allzu beliebte oder auch sagenumwobene Kuckuck erscheint in einem ganz neuen Licht. Bannerhed verleiht den Vögeln in all seinen Schilderungen einen jeweiligen, ganz eigenen Charakter und stößt mit seinen Impressionen wie ich finde auch oftmals Denkprozesse an. Manche Geschichte wirkt heiter, manch andere berührend oder ergreifend. Allesamt aber sind sie im Einzelnen äußerst lesenswert und beeindruckend.
Brutus Östling komplettiert die Texte mit seinen großartigen Fotografien in unterschiedlichsten Bildperspektiven. Ob nun aus der Ferne, oder ganz nah vor die Linse geholt: Östling schafft mit seinen Porträts eine ganz besondere und auf die Texte abgestimmte, warme Atmosphäre.
Mich hat das Buch absolut begeistert und ich kann jedem Interessierten nur empfehlen, in die Erzählungen und Bilder einzutauchen und sich mit auf die Reise nehmen zu lassen. Großartig, deshalb 5 Sterne.

Verrücktes Herz
von Liv Eiken
Nette Geschichte, aber manchmal zu viel des Guten 22. Juli 2018
von Lea
Das Buch „Verrücktes Herz“ hat mir ganz gut gefallen, aber es mich nicht umgehauen. Auch war es für mich doch oft zu viel des Guten, wobei mir das Geschehen manchmal zu unrealistisch wurde. Deswegen vergebe ich drei Sterne.
Es geht um Ava. Ihre Kinder sind so langsam aus dem Haus, aber sie kann sich trotzdem nicht aus ihrer Rolle als Mutter lösen. Ungeachtet, dass ihre Kinder jetzt erwachsen sind, spielt sie weiterhin Hotel Mama, was die Kinder und auch ihr Mann Marcus gerne ausnutzen. Als Marcus ihr gesteht, dass er eine neue Frau hat, bekommt Ava eine Panikattacke und landet in der Psychiatrie. Zuerst entsetzt, lernt sie in ihrer Therapiegruppe verrückte, tolle Charaktere kennen, die sie langsam aber sicher und mit viel Spaß zurück in die richtige Spur bringen.
Ava als Hauptperson fand ich ganz okay, auch wenn ich ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen konnte. Allerdings konnte sie auch nur so die gewünschte Entwicklung durchmachen. Vor allem die Mitglieder aus der Therapiegruppe haben mir gut gefallen. Sie bringen wirklich Leben und Stimmung in die Geschichte und hätten auf keinen Fall fehlen dürfen.
Auch wenn ich immer mal wieder schmunzeln musste, waren mir doch viele Szenen zu übertrieben positiv. Das grenzte oft ans Unrealistische und war für mich manchmal einfach nicht mehr authentisch. Auf das ein oder andere Drama hätte die Autorin gerne verzichten können. Das war doch ziemlich absehbar, Überraschungen gab es mir da zu selten. Das hat aber nicht die Grundgeschichte verdorben, zu Ende lesen wollte ich dann doch. Der Schreibstil hat völlig zu der Geschichte gepasst und ließ sich gut lesen.
Verrückt ist dieses Buch auf jeden Fall und die Idee dahinter hat mir auch gefallen. Mit ein bisschen weniger Drama hätte ich das Buch noch mehr genießen können.

Der Schatten
von Melanie Raabe
Spannung und Verwirrungen garantiert 22. Juli 2018
Das Leben war nicht fair.

Die Journalistin Nora Richter, 31, ist nach ihrer zerbrochenen Beziehung gerade erst von Berlin nach Wien gezogen, als sie in der Fußgängerzone von einer Bettlerin angesprochen wird, die ihr prophezeit, dass sie am 11. Februar aus freien Stücken und mit gutem Grund einen Mord begehen wird, an Arthur Grimm. Sie kennt diesen Mann gar nicht. Das Datum allerdings ist ihr nur zu gut bekannt. Dieser Tag vor 18 Jahren ist der bisher schrecklichste, den sie bisher erlebt hat. Und plötzlich ist die Vergangenheit wieder zum Greifen nah.

Von Beginn an wird Norah in Wien heimgesucht – von Schritten hinter einer Mauer, sie fühlt sich verfolgt, sie meint Töne zu hören, sie findet eine Tarotkarte "Der Tod". Aus ihrer Wohnung verschwinden Gegenstände, es tauchen aber auch welche auf, die sie nicht zuordnen kann. Sie ist eine junge Frau, die ein Geheimnis mit sich herum zu schleppen scheint. Sie scheint innerlich zerrissen, meidet andere Menschen und wirkt oft sehr einsam. Das hat mich ca. bis zur Hälfte der Geschichte etwas davon abgehalten sie so richtig zu mögen. Aber dann hat sie mich mit ihrem Mut und ihrem Willen, die Wahrheit herauszufinden doch gepackt und ich stehe die restlichen Seiten voll hinter ihr.

Durch die kurzen Kapitel bin ich immer an Norahs Seite und bekomme hautnah mit, was gerade geschieht. Die Geschichte baut sich ganz langsam auf, anfangs passiert noch nicht sehr viel. Ich spüre aber schon hier, dass etwas Gewaltiges geschehen wird. Eine ganz leise Spannung macht sich breit und es ist schwer, sich der Lektüre zu entziehen. Diese Spannung schafft es, sich bis zum Ende der Geschichte ganz nach oben zu schrauben und so hoch zu bleiben. Dann eine Wendung, die doch wieder alles ganz anders aussehen lässt. Eine etwas verworrene Geschichte, die sich aber am Schluss vollkommen nachvollziehbar auflöst. Der Anstifter blieb für mich bis zum Ende im Dunkeln.

Melanie Rabe hat einen sehr interessanten Schreib- und Erzählstil. Sie schafft mit manchen Sätzen solch wortgewaltige Bilderspiele und Vergleiche, dass die Szenen sich wie verselbständigen und mich mitten in sich hineinziehen. Die ganze Geschichte ist wie ein Film in meinem Kopf an mir vorbei gezogen und hat mich nicht mehr losgelassen. Kurz und knapp, aber genau auf den Punkt und Cliffhangern nach fast jedem Kapitel – so macht Lesen richtig Spaß.

Ich mag unblutige Thriller mit einer aussergewöhnlichen Geschichte, Verwirrungen, Wendungen und Spannung, die ich meine greifen zu können. Hier habe ich einen solchen gefunden. Melanie Raabe hat es verstanden mich zu fesseln und sehr gut zu unterhalten.
Dieses bleibt nicht das letzte Buch der Autorin, das ich gelesen habe.