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Intelligent konzipiertes Katz-und-Maus-Spiel 16. Oktober 2019
Inhalt:
Ein alter Fall ist das ganz persönliche Anliegen des norwegischen Kriminalkommissars William Wisting aus Larvik. Am 10. Oktober vor 24 Jahren verschwand Katharina Haugen spurlos. Seither trifft Wisting sich jedes Jahr am Jahrestag mit Katharinas Mann Martin, mit dem er sich ein wenig angefreundet hat. Doch dieses Jahr ist Martin nicht zu Hause.

Zudem wurden in einem weiteren Cold Case Spuren gefunden, die zu Martin Haugen führen. Ist dieser Mann ein ganz anderer, als er zu sein scheint?

Meine Meinung:
Ich habe diesen 448 Seiten starken Kriminalroman innerhalb von 24 Stunden verschlungen, das sagt wohl einiges. Nun frage ich mich natürlich, warum ich von Jørn Lier Horst zuvor noch nie etwas gehört habe, denn dieser Autor schreibt einfach klasse. So musste ich jetzt feststellen, dass es sogar bereits eine Reihe um den Kommissar William Wisting gibt, die leider in Deutschland nicht allzu bekannt ist.

„Wisting und der Tag der Vermissten“ ist nun der 1. Band einer neuen Reihe, in der es um Cold Cases geht. Oftmals finde ich solche Krimis nicht allzu spannend, schließlich liegt der Fall viele Jahre zurück und auf einen Tag mehr oder weniger kommt es nun auch nicht an. Jørn Lier Horst erzählt aber genau einen solchen Fall wahnsinnig fesselnd. Man spürt die Spannung praktisch unterschwellig in jedem Satz, sieht die Gefahr förmlich auf einen zurollen.

Dabei kommt Jørn Lier Horst fast ganz ohne Blut und Gewalt aus. Als ehemaliger Kriminalkommissar erzählt er lieber authentisch von der polizeilichen Ermittlungsarbeit, lässt seine Protagonisten raffiniert interagieren und setzt die Lösung des Falles wie ein Puzzle Stückchen für Stückchen zusammen.

Verschiedene Handlungsfäden werden hier genial miteinander verknüpft. Verdachtsmomente kommen auf und werden wieder verworfen. Die genauen Zusammenhänge waren für mich bis zum Schluss nicht vorhersehbar, erwiesen sich aber als äußerst logisch. Im Rückblick erkenne ich die kleinen Details, die wie beiläufig eingestreut wurden und anhand derer man auch als Leser auf die Lösung hätte kommen können. Genau so liebe ich Krimis!

Am Ende des Buches sind die ersten zwei Kapitel des 2. Bandes der Reihe abgedruckt. „Wisting und der fensterlose Raum“ soll im Januar 2020 erscheinen. Ich kann es kaum erwarten.

Secret Keepers: Zeit der Jäger
von Trenton Lee Stewart
Spannendes Abenteuer gegen einen mächtigen Gegner 16. Oktober 2019
Überaus spannend geht Rubens Abenteuer weiter. Gemeinsam mit Penny macht er sich auf die Jagd nach dem Schatten und der zweiten magischen Uhr. Diesmal muss Ruben all sein Geschick aufbringen und mit sehr viel List an die Sache heran gehen, denn der Schatten hat sich bereits jahrelang auf eventuelle Gegner vorbereitet. Und das nicht zu knapp: Sein Haus ist voller trickreicher Fallen und von seinen Beschützern bewacht. Zum Glück bekommt Ruben unerwartete Unterstützung, damit dem Schatten Rubens Uhr hoffentlich nicht in die Hände fällt. Denn die Folgen wären fatal…
Der zweite Band schließt sich nahtlos an Band 1 „Zeit der Späher“ an, sowohl optisch vom Cover her wie auch inhaltlich. Zwar werden einige Details nochmal wiederholt, jedoch wäre es sinnvoll, sich zumindest den Brief der Penelope aus Band 1 nochmals durchzulesen, um sich die Legende um die Uhren wieder ins Gedächtnis zu rufen, falls der erste Band bereits etwas zurückliegt.
Im Gegensatz zum ersten Band ist der zweite deutlich spannender, das Abenteuer beginnt von der ersten Seite an. Zudem lernt Ruben, dass es manschmal besser ist, sich mit anderen zusammen zu tun und gefährliche Abenteuer gemeinsam zu meistern statt alles im Alleingang zu unternehmen.
Sowohl der Schreibstil als auch die Ideen des Buches konnten mich diesmal überzeugen. Die Geschichte war durchweg spannend und bot einige überraschende Wendungen.

Tote Trolle meckern nicht
von Nentwich Vera
Biene und der Troll 16. Oktober 2019
von renate
Sabine ,,Biene“ Hagen, hat es zur Zeit nicht leicht. Keine Aufträge für ihr Detektivbüro, Jago weilt noch immer in Argentinien, mit ihrem Freund Jochen läuft es auch nicht gut und ein gemeiner ,,Troll“ zieht im Internet unschön über sie her. Dass sie dann auch noch Drohbriefe erhält wird zu viel für sie. Selbst ihre Freunde und ihre Oma bekommen ihre schlechte Laune zu spüren. Als Biene auf eigener Faust versucht den geheimnisvollen Troll auf die Spur zu kommen, passiert ein Mord und ihr detektivischer Spürsinn ist wieder einmal erwacht. Zum Glück ist auch Jochen wieder so weit, dass er ihr helfen möchte, was auch dringend notwendig ist, denn der Mörder hat nur ein Ziel nämlich Biene zu vernichten und dabei geht dieser nicht zimperlich vor. Dass dabei auch die Menschen in ihrem Umfeld in den Rachefeldzug miteinbezogen werden ist einfach zu viel für Biene und sie kennt nur ein Ziel, den Mörder zu stoppen, bevor andere Menschen wegen ihr in Gefahr geraten.
Wieder einmal schickt die Autorin Vera Nentwich, ihre Protagonistin Biene auf Verbrecherjagd. Bereits zum 5. Mal darf die ,,Detektivin“ zeigen, was sie kann. In gewohnter Manier ist Biene nicht zu bremsen, wenn sie eine Spur hat und jemand ungerecht behandelt wird. Da es dieses Mal ihr schlecht geht, war sie zu Beginn ungewohnt unfreundlich und ruppig, was man sonst nicht so von ihr gewohnt ist. Schön dabei ist, dass immer wieder Protagonisten dabei sind, die man schon kennt und die auch wissen, wie man mit ihr umgehen muss. Die Autorin schreibt klar und deutlich und beschreibt die Szenen sehr bildhaft. Egal ob spannend, berührend oder humorvoll, man ist als Leser immer live dabei. Biene ist ein sehr spontaner Typ, wo man nie weiß, was sie als nächstes vor hat. Auf ihre manchmal unüberlegte und trotzdem liebenswürdige Art und Weise ist Biene eine sympathische Figur, die es immer wieder schafft, Menschen in ihrer Umgebung zur Verzweiflung zu bringen. Trotzdem besitzt sie Herz und ist stets darauf bedacht, jede Ungerechtigkeit zu bekämpfen, selbst wenn sie dabei in Schwierigkeiten gerät. Dabei hat die Autorin immer wieder witzige und humorvolle Einfälle. Auch kann man als Leser stets miträtseln wer der Täter ist. Die Mischung zwischen Spannung und Humor machen den Krimi stets zu einem Lesevergnügen und ich bin schon gespannt, wie das chaotische Leben von Biene weitergeht.