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Das Rosenpalais
von Anna Jonas
Ausbaufähig 16. Juli 2019
von manu63
Das Rosenpalais ist der Einstiegsband zur Die Chocolatier Familie Reihe der Autorin Anna Jonas. Sie lässt den Leser teilhaben am Familienleben der Familie Dorn. Hauptsächlich steht im ersten Band Eleonora genannt Ella Dorn im Mittelpunkt. Nachdem ihre Eltern verstorben sind und ihr Bruder, durch den Krieg geschädigt, nicht in der Lage ist sich um die Familienfirma zu kümmern rafft sich Ella auf um die Firma zu retten. Dabei nutzt sie auch durchaus unkonventionelle Methoden um ihre Ziele zu erreichen.

Die Lage der Frauen in den 20er Jahren spielt dabei eine Rolle und auch Eric, Ellas Bruder muss sich zusammen reißen um Ella zu unterstützen. Der Schreibstil ist eher ruhig und spannende Höhepunkte sind dezent gesetzt, vielmehr ist es eine Familiengeschichte die durch die recht unterschiedlichen Charaktere der Familienmitglieder und deren Freunde geprägt ist. Dabei habe ich die rechte Tiefe bei den Hauptfiguren vermisst und ich hätte gerne mehr Hintergrundwissen gehabt. So ist es eine nette Familiengeschichte mit mehr Spannungspotential als bisher vorhanden. Ich hoffe das die nächsten Bände mehr Tiefe und mehr Spannung haben, dann könnte es eine sehr gute Reihe werden.

Das Herz aus Eis und Liebe
von Renée Ahdieh
Im Vergleich zu Band eins ging der rebellische Charme etwas verloren 16. Juli 2019
"Das Herz aus Eis & Liebe" ist der zweite Teil der Samurai-Dilogie und schließt an "Das Mädchen aus Feuer & Sturm" an. Spielte der erste Teil noch schwerpunktmäßig im Wald, wo sich Mariko beim Schwarzen Clan einschlich, ist sie nun im Palast angekommen, um Prinz Raiden wie geplant zu heiraten. Während Roku, Raidens Bruder und neuer Kaiser, Okami foltert und Mariko eine Verbindung zum Schwarzen Clan nachweisen will, versucht sie, die Rolle des vertrauenswürdigen Opfers der Entführung zu spielen und Okami heimlich zur Flucht zu verhelfen. Doch auch der Schwarze Clan bleibt derweil nicht untätig, allen voran Yumi, die Schwester des Clanführers. Und im Hintergrund zieht jemand noch viel Mächtigeres seine Fäden im Spiel um die Macht.
Oh, was war ich nach Band eins neugierig auf die Fortsetzung! Endlich erfährt man, wer den Überfall auf Mariko geplant hatte und mit welchem Ziel. Leider muss Mariko jetzt meistens die Rolle der unterwürfigen Frau spielen, um im Palast nicht aufzufallen. Ihr Stärke liegt nun im Erkennen von Intrigen, Pläneschmeiden und heimlichen Aktivitäten, das Rebellische an ihr geht dadurch etwas verloren. Der starke weibliche Charakter ist diesmal Yumi, die leider nicht allzu häufig vorkommt. Bei den Männern sind vor allem Marikos Bruder Kenshin sowie die Brüder Roku und Raiden interessant, jeder von ihnen macht Charakterentwicklungen durch, welche nicht unbedingt voraussehbar sind. Und auch Magie spielt diesmal eine größere Rolle, zumal auch mehr zu den Hintergründen erzählt wird.
So spannend es auch war, vor allem, was die Hintergründe und die Magie betraf, konnte der zweite Band für meinen Geschmack nicht ganz an den ersten heran reichen. Zwar war die Atmosphäre des fernöstlichen Palastes sowie deren Bewohner wieder ausreichend bildhaft beschrieben, dass ich mir die Szenen beim Lesen vorstellen konnte. Aber die Palastintrigen selbst, die Psychospielchen des Kaisers oder die pubertären Streitereien zwischen Mariko und Okami waren einfach längst nicht so interessant wie die Abenteuer und Charakterentwicklung, welche Mariko zuvor erlebte. Auch war mir die Anlaufstrecke zur großen Entscheidung, bei der sich alles änderte, im Verhältnis zu lang, während am Schluss alles fast schon wie überstürzt wirkte und zuviele Schicksale ungeklärt blieben, wie z. B. die von Yumi und Kenshin.
Der Abschluss der Dilogie klärt viele Fragen und Hintergründe, lässt jedoch zum Schluss viele Schicksale offen und hat im Vergleich ein wenig an rebellischem Charme einbüßen müssen.


Die Maske der Gewalt
von Jennifer B. Wind
Die Maske der Gewalt 16. Juli 2019
von dorli
Jennifer B. Wind beginnt den ersten Band ihrer neuen Thrillerserie mit einem Prolog, der traurig und wütend macht – ein schwer verletzter Junge muss mitansehen, wie seine Mutter von einem Freier getötet wird.

Zeitsprung. Nach den schrecklichen Erlebnissen ist Richard als Pflegekind in einer Zirkusfamilie aufgewachsen und hat seine Bestimmung gefunden. Als geheimnisvoller Mister Domino begeistert er auch heute noch ab und an die Fans; um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitet Richard allerdings als Abteilungsinspektor beim LKA Wien.

Richard ist wieder einmal in München und hilft im Zirkus seiner Ziehschwester Sarah aus, als ihn ein Anruf nach Wien zurückbeordert – ein neuer Mordfall erfordert dringend seine Anwesenheit. Gerichtspsychiaterin Theres Lend hat aus der Zeitung von dem Mordfall erfahren und glaubt zu wissen, wer der Mörder ist. Diese Vermutung will sie Richard mitteilen, doch der hat plötzlich ganz andere Sorgen: Während seiner Ermittlungen in Wien hat er ein Video erhalten, dass seine gefesselte, verletzte Schwester zeigt – Sarah wurde entführt! Richard alarmiert einen Kollegen in München und eilt dann aus Sorge um Sarah und ihre Familie zurück nach Deutschland…

Jennifer B. Wind versteht es ganz ausgezeichnet, den Leser ruckzuck in den Bann ihres Thrillers zu ziehen. Neben dem fesselnden Schreibstil hat mir der vielschichtige Handlungsaufbau besonders gut gefallen. Mehrere Handlungsstränge, unterschiedliche Schauplätze und häufige Perspektivewechsel sorgen für ein lebhaftes und abwechslungsreiches Geschehen. Zusätzlich zur Ermittlungsarbeit gibt es mehrere Intermezzi, in denen der Täter zu Wort kommt und auch die entführte Sarah berichtet in einigen Abschnitten, was sie erdulden muss. Außerdem werden die persönlichen Hintergründe der Akteure beleuchtet und es gibt ein paar Rückblenden, die dem Leser Einblick in Richards Vergangenheit gewähren.

Die Kriminalfälle sind sehr spannend. Themen wie Computerspielsucht, häusliche Gewalt und Drogenmissbrauch spielen darin eine Rolle. Die Morde in Wien und Sarahs Entführung in München werfen im Handlungsverlauf immer neue Fragen auf, die nicht nur reichlich Platz zum Miträtseln und Mitgrübeln über Motive, mögliche Zusammenhänge und die Identität der Täter bieten, sondern zudem dafür sorgen, dass die Sogwirkung der Geschichte bis zur letzten Seite nicht abreißt.

Obwohl die aktuellen Fälle am Ende des Buches gelöst sind, gibt es einige Hinweise, die die Spekulation anheizen, dass es im Hintergrund doch noch ein paar lose Fäden gibt. Außerdem hat Richard sein Ziel, den Mörder seiner Mutter zu finden, noch nicht erreicht. Zwei Aspekte, die mich mit Spannung die weiteren Bände der Richard-Schwarz-Serie erwarten lassen.

„Die Maske der Gewalt“ hat mir sehr gut gefallen - ein Thriller, der mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß.